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Zur besseren Unterhaltung empfehle ich, dies nach dem Lesen von Eine Lektion der Liebe

Camden und Linc

Bonus-Epilog von Eine Lektion der Liebe

Ein Jahr später


Camden


Ich schaue noch einmal hinter dem Vorhang hervor, beobachte die Auffahrt. Er sollte jetzt jeden Moment nach Hause kommen.

Zuerst konnte ich nicht glauben, dass er an unserem Jahrestag arbeiten musste, aber das ist wohl das Leben eines Künstlers. Wir haben keine freien Tage, keine Ferien oder Feiern. Wir müssen immer bereit sein.

Aber das ist in Ordnung. Zumindest dieses Mal. Weil ich dadurch alle Zeit hatte, meine Überraschung für ihn vorzubereiten.

Ich schaue nach der Lasagne im Ofen und meiner Überraschung im Schlafzimmer und dann tigere ich wieder durch das Haus, bevor ich erneut aus dem Fenster schaue.

Endlich sehe ich sein Auto die Auffahrt herauffahren und ich gehe in die Küche, um so zu tun, als wäre ich nicht auf glühenden Kohlen gesessen und hätte aktiv auf ihn gewartet, damit wir richtig feiern können.

„Honey, ich bin zu Hause“, sagt er, als er hereinkommt.

Ich verdrehe meine Augen und hole die Lasagne aus dem Ofen, während er in die Küche kommt und schnuppert.

„Oh, es riecht göttlich hier drin, Baby.“

Ich stelle die Auflaufform auf die Küchenplatte und drehe mich zu meinem festen Freund. Meinem großen, gut aussehenden, unglaublich attraktiven festen Freund.

Er legt seine Hände um meine Taille und zieht mich an sich, drückt einen festen Kuss auf meine Lippen und ich liebkose seinen Nacken mit einer Hand und eines seiner Schulterblätter mit der anderen.

„Ich hoffe, du hast Hunger“, sage ich.

„Oh, definitiv. Auf mehr als nur Lasagne.“

Er macht einen Schritt zurück und wackelt mit seinen Brauen, bekommt ein weiteres Augenrollen von mir.

„Alles zu seiner Zeit, mein Liebster“, bescheide ich ihn und schlage ihm dazu noch auf den Hintern.

„In der Tat“, sagt er, aber ich habe keine Ahnung, was er meint.

„Wie war die Arbeit?“, frage ich, beschäftige mich damit, die Lasagne zu servieren, zögere es mit Absicht hinaus.

„Oh, ich habe heute nicht gearbeitet“, sagt er.

Er öffnet den Kühlschrank und holt eine Bierdose heraus. Er reicht mir ebenfalls eine und ich nehme sie zögernd an.

„Wie meinst du das, du hast nicht gearbeitet? Ich dachte, du hättest gesagt, dass du musst?“

Ich öffne die Dose und schaue ihn aus schmalen Augen an.

„Oh, das? Ich habe gelogen“, gibt er so lässig zu, dass ich den Drang verspüre, ihm auf den Arm zu schlagen.

„Du … hast also gelogen, als du sagtest, du musst an unserem Jahrestag arbeiten? Heißt das, du wolltest nicht den ganzen Tag mit mir verbringen?“

Ich kann bereits spüren, wie meine Temperatur steigt, und meine Irritation in mir hochblubbert. Warum ist er so seltsam und gedankenlos in Bezug auf die Tatsache, dass er mich angelogen hat?

„Oh mein Gott, komm her. Du sagst nichts, aber ich kann deine Gedanken laut und klar hören“, sagt er und packt meine Hand, zieht mich in seine Arme und verstärkt seinen Griff um meinen unteren Rücken.

„Warum hast du gelogen?“

„Weil ich eine Überraschung für dich habe und ich aus dem Haus musste, um sie für dich vorzubereiten“, erklärt er.

„Oh“, sage ich. „Wirst du mich wieder anlügen?“

Linc lächelt und küsst mich. „Niemals.“

„Warum konntest du mir nicht einfach das sagen, anstatt mir zu erzählen, dass du arbeitest?“, frage ich.

„Weil ich wollte, dass du gebührend überrascht bist, wenn ich dir dein Geschenk gebe.“

Ich runzle die Stirn und schaue um ihn herum, kann aber keine Taschen oder eingewickelten Geschenke entdecken.

„Die Überraschung wartet im Wohnzimmer auf dich“, sagt er grinsend.

Himmel, ich habe in Rekordzeit von super-aufgeregt zu super-grummelig gewechselt, oder?

Reiß dich zusammen, Cam.

Linc hat mich, seit wir zusammengekommen sind, nie belogen und er war der beste feste Freund, den man sich nur wünschen kann. Es gibt absolut keinen Grund, jetzt anzufangen, an ihm zu zweifeln.

Er tritt hinter mich und bedeckt meine Augen mit seinen großen Händen, führt mich ins Wohnzimmer, sein Atem an meinem Hals lässt die Haare dort aufstehen.

„Weißt du noch, worüber wir in den letzten paar Monaten gesprochen haben?“

„Wir haben über eine Menge Dinge gesprochen. Du musst genauer sein.“

„Ich muss nicht genauer sein, Mr Ungeduldig“, sagt er und ich kann das Augenverdrehen in seinem Tonfall hören.

„Nun, in diesem Fall kann ich an dem Gespräch nicht teilnehmen, da ich nicht weiß, welches der vielen Dinge, über die wir geredet haben, du meinst“, sage ich.

In Ordnung, um ehrlich zu sein, es gibt ein paar Themen, die mir in den Sinn kommen, aber ich hoffe sehr, dass eines davon nicht das ist, wovon er redet.

Das würde meine Überraschung so was von ruinieren.

„Himmel. Du bist so ein furchtbarer Klugscheißer, weißt du das?“, schnaubt er in mein Ohr.

„Darum liebst du mich.“ Ich lache.

„Stimmt. Stimmt. Jedenfalls … wie ich schon sagte, wir reden schon seit einer Weile darüber und es hat etwas gedauert, aber ich habe endlich das Passende gefunden.“

Passende? Redet er darüber, zu heiraten? Weil das eines der Themen ist, die er immer wieder angesprochen hat. Aber er weiß, dass ich das im Moment noch nicht tun will. Nicht so kurz nach seiner letzten Verlobung. Ich will, dass wir einander kennenlernen und zusammen sind und uns des anderen sicher sind, bevor wir den nächsten Schritt machen.

Seine Hände lösen sich von meinen Augen und das Licht im Wohnzimmer blendet mich für einen Moment. Und dann sehe ich es.

Eine hellgraue Transportbox steht auf dem Boden vor der Eingangstür und ich vergesse beinahe zu atmen.

„Oh Gott, das hast du nicht“, sage ich, Sorge färbt meine Stimme und ich falle auf die Knie.

„Habe ich“, bestätigt Linc, geht ebenfalls in die Hocke.

Ich öffne die Box und ein graugestreiftes Kätzchen schlendert heraus und reibt sich an meinem Bein, streckt seinen Schwanz und Körper.

„Ich glaube, sie mag dich“, bemerkt er.

„Oh Gott. Wir sind ein lustiges Paar“, sage ich.

Ich hebe die Katze hoch und sie miaut mich zur Begrüßung an.

„Warum? Wovon redest du?“, fragt Linc neben mir, fängt dann an, dem Kätzchen lustige Grimassen zu schneiden.

„Weil ich auch eine Überraschung habe.“

Ich stehe auf und mit der Katze in der einen Hand und Lincs Hand in der anderen gehe ich ins Schlafzimmer.

„Nach dir“, sage ich und bedeute ihm, die Tür zu öffnen.

Seine Augen werden schmal, aber er drückt die Klinke und öffnet die Tür einen Spalt, woraufhin ein kleiner Tornado von einem Welpen bellend zu Lincs Beinen läuft, wobei sein Schwanz wedelt wie ein wildgewordenes Metronom.

„Oh mein Gott. Das hast du nicht!“, gurrt er und hebt den schokoladenfarbenen Mops hoch.

Die Katze faucht den Hund an, aber der Welpe lässt sich nicht abbringen und grüßt die Katze stattdessen mit einem heulenden Bellen.

„Ich kann nicht glauben, dass wir beide dem anderen am selben Tag ein Haustier gekauft haben“, sagt er.

„Ich bin nur froh, dass wir zwei verschiedene haben“, meine ich.

Linc lächelt und zieht mehr komische Grimassen für den Hund und die Katze.

„Wie wollen wir sie nennen?“, fragt er.

Ich hebe die kleine Katze hoch und schaue ihr in die gelben Augen. Sie miaut mich wieder an, als ob sie mich dafür kritisiert, dass ich es gewagt habe, sie von meinem Brustkorb zu entfernen und ich lache.

„Wie wäre es mit Kitty und Doug?“, schlage ich vor.

Linc bricht in Gelächter aus, was den Welpen für einen Moment erschreckt.

„Schlägst du ernsthaft vor, dass wir unsere Katze Kitty und unseren Hund Doug nennen?“

„Warum nicht? Es ist lustig. Und niedlich. So sind wir“, sage ich.

„Das stimmt zu einhundert Prozent.“ Er lächelt und dreht sich zu mir.

Als wir so nebeneinanderstehen, fängt Doug an, Kitty zu lecken und der Streit zwischen den beiden löst sich in dem Moment auf, als das Kätzchen schnurrt.

„Frohen Jahrestag, Baby“, sagt er.

„Frohen Jahrestag, Liebling“, erwidere ich, schaue ihm direkt in die Augen und atme vor Freude und Seligkeit laut ein. „Auf unser nächstes gemeinsames Jahr.“

Linc hebt eine Braue.

NächstesJahr? Honey, wir haben jetzt einen Hund und eine Katze. Wir sind jetzt mindestens für das nächste Jahrzehnt aneinandergebunden, eher zwei.“

Ich lächle ihn an.

„Damit kann ich leben“, sage ich und küsse seine Lippen.

Damit kann ich so was von leben.

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