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Zur besseren Unterhaltung empfehle ich, dies nach dem Lesen von Königliche Liebe in Cedarwood Beach zu lesen.

Luke und August

Bonus-Epilog von Königliche Liebe in Cedarwood Beach

Jahre später


„Und dann klärten der Mann namens Leo und der Mann namens Dawson das Missverständnis zwischen ihnen auf, und Leo kam die Flugzeugtreppe hinunter und küsste Dawson.“

„Und was ist dann passiert?“, fragte Marina, und ich lächelte sie an.

„Sie haben sich gegenseitig einen Heiratsantrag gemacht, sie haben geheiratet, und Melody hat ihr Kind, Iris, ausgetragen, und so hatten sie ihr Happy End.“

„Was ist mit dem Rest?“, fragte Stefan, der auf meiner anderen Seite saß.

Beide Kinder legten ihre Köpfe an meine Brust, während ich in dem Fotoalbum blätterte, das wir von der ganzen Familie angelegt hatten, gefüllt mit Geschichten, Erinnerungen und Andenken, wie zum Beispiel die Kinokarte von Leos Premiere oder Iris erste Zeichnung.

„Geduld, Baby“, sagte ich und streichelte sein Haar.

Sie wussten beide, wie es weiterging. Sie kannten die Geschichten. Aber sie schafften es trotzdem, sich jedes Mal aufs Neue in sie zu vertiefen.

Ginny, Augusts Schwester, hatte sich einige Jahre nach unserer Heirat bereit erklärt, Leihmutter für uns zu sein, und wir hatten das Glück gehabt, mit Zwillingen beschenkt zu werden. Beide würden eines Tages gemeinsam den Thron dieses Landes besteigen. Als Elysiens erste mixed Royals.

Ich blätterte die Seite um, und da war das Bild von Kyle und Andy an ihrem Hochzeitstag vor ein paar Jahren. Beide hatten lange Zeit nicht heiraten wollen, aber nachdem sie einen Sohn bekommen hatten, Bo, den sie gemeinsam großzogen, hatten sie es schließlich doch getan, mit dem kleinen Bo als Ringträger.

„Andy und Kyle haben gemeinsam ihr Geschäft aufgebaut und damit einen sicheren Hafen für alle LGBTQ-Menschen in Cedarwood Beach geschaffen. Die Bar ist das Zentrum der Community. Die Leute kämpfen darum, dort einen Job zu bekommen und Teil der großen Familie zu werden, die durch sie entstanden ist.“

„Onkel Kyle ist so lustig“, sagte Marina und zeigte auf eine Serie von Bildern aus einem Fotoautomaten. Kyle zog um Andys mürrisches Lächeln herum alberne Grimassen, und Bo lachte dazu sein zahnloses Lächeln.

„Das ist er wirklich“, erwiderte ich.

Die nächste Seite war Charlie und Adam gewidmet.

„Charlie und Adam waren vom ersten Augenblick an, als sie sich begegnet sind, Seelenverwandte. Und sie wussten es. Aber sonst niemand. Deshalb haben sie, als sie zusammengekommen waren und der große, böse Justin seine Strafe bekommen hatte, innerhalb eines Jahres geheiratet. Und sie adoptierten zwei hübsche kleine Mädchen und gründeten ihre eigene Familie.“

„Katie und Sophia“, sagte Stefan und strich mit dem Finger über das Bild seiner beiden Cousinen.

„Genau“, sagte ich.

„Und retten sie immer noch Leben?“, fragte Marina.

„Ja, Baby. Sie retten immer noch Leben. Sie kümmern sich um alle Menschen in der Stadt und helfen ihnen, wenn sie Schmerzen haben.“

„Haben sie magische Kräfte?“, fragte Stefan.

Er schaute mit seinen schönen braunen Augen zu mir auf, und ich seufzte zufrieden. Ich kraulte ihm den Kopf und brachte seine wilden Locken durcheinander. Er zog eine Grimasse, doch er ließ es sich gefallen.

„Nein, Baby. Das nicht. Aber sie würden sich sicher wünschen, sie hätten welche. Glaub mir.“ Ich lachte.

Die beiden waren solche Nerds. Sie hatten es sogar geschafft, aus ihren Töchtern Nerds zu machen.

Marina blätterte zur nächsten Seite.

„Wer ist das, Daddy?“, fragte sie.

„Das sind Nathan, euer Cousin, und Hudson, sein Mann“, sagte ich. „Sie waren beste Freunde, aber dann hat Hudson einen Fehler gemacht, und sie waren keine Freunde mehr. Und wegen eines Bösewichts namens Derek wurde Hudson bestraft. Aber als Nathan und Hudson sich nach ein paar Jahren wieder trafen, verliebten sie sich, trotz allem, was in der Vergangenheit passiert war. Sie zogen zusammen, und als Hudson die Farm seines Vaters erbte, bauten sie sich gemeinsam ein Zuhause und ein Geschäft auf. Nathan braute Bier und Hudson half bei der Arbeit auf dem Hof, und als Andy bereit war, sich zur Ruhe zu setzen und mit Kyle die Welt zu bereisen, übernahmen die beiden die Bar und führten das Vermächtnis fort, das sie geschaffen hatten.“

Eine weitere Seite wurde aufgeschlagen. Diese gehörte Melody und der total verrückten Geschichte, wie sie ihren Mann kennengelernt und mit ihm ihre wunderschöne Familie gegründet hatte.

Es gab noch mehr Seiten zum Anschauen. Die von Dad und Mom. Mayas. Summers. Yayas. Doch da kam August herein, und Stefan und Marina blickten auf.

„Was machen meine drei Lieblingsmenschen?“, fragte er und kniete sich auf den Boden.

Die Kinder umarmten ihren Vater, und Marina setzte sich vor ihn, während Stefan sich wieder an mich lehnte.

„Wir lesen wahre Märchen, Daddy“, sagte Marina.

August lachte. „Natürlich macht ihr das.“

Wir taten es jeden Abend, und wir würden es auch in Zukunft tun. Es war in den letzten drei Jahren zu einer kleinen Familientradition bei uns geworden.

„Wann lernen wir unsere Cousins und Cousinen, Onkel und Tanten kennen, Daddy?“, fragte Stefan.

Ich schaute von meinem Sohn zu August und dann zu Marina. Seit August zum König gekrönt worden war, hatten wir so viel zu tun, dass es unmöglich gewesen war, wegzukommen, vor allem mit zwei kleinen Kindern im Schlepptau.

„Wie wäre es, wenn wir diesen Sommer hinfahren, zum Schmetterlingsfestival?“, sagte August mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

„Ist das nicht das Fest, bei dem Onkel Dawson sein Coming-out hatte?“

„Ja, ja, das stimmt“, sagte ich zu Marina.

Sie nickte aufgeregt, sodass ihre Zöpfe wippten.

„Kommt, ihr zwei. Es ist Schlafenszeit“, sagte August.

„Nur noch eine Geschichte, Daddy“, sagte Stefan.

„Ja. Bitte, Daddy“, fügte Marina hinzu.

August seufzte übertrieben und gab nach.

„Gut. Wessen Geschichte wollt ihr?“, fragte er.

„Deine und Daddys“, antwortete sie, und Stefan stimmte zu.

Also setzte August sich hin, ein Kind auf jedem Bein, und erzählte ihnen die Geschichte, wie wir uns kennengelernt hatten, wie wir zusammengekommen waren und wie wir geheiratet hatten. Als er fertig war, waren beide müde geworden, und wir brachten sie ins Bett.

„Werden wir auch eines Tages ein Happy End bekommen, Daddy?“, fragte Marina und gähnte herzhaft.

Ich streichelte ihr Haar und küsste sie auf die Stirn, dann sah ich August an.

Er lächelte.

Mein Herz war zum Bersten voll von Liebe. Mein Leben war alles, was ich mir erhofft hatte, und noch so viel mehr.

„Ja, Baby. Jeder Mensch bekommt sein Happy End. Auch wenn man manchmal dafür kämpfen muss.“

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© 2021 by Rhys Everly-Lawless

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