

Zur besseren Unterhaltung empfehle ich, dies nach dem Lesen von Miesepeter Parker zu lesen.
Parker und Hwan
Bonus-Epilog von Miesepeter Parker
Eine Hokus-Pokus-Überraschung
Bonus-Epilog von Miesepeter Parker
„Ich glaube, ich habe noch nie einen furchterregenderen Zombie gesehen“, sagte ich und bewunderte Parkers Make-up, sein Kostüm, und seinen Körper darunter.
Parker stieß sein typisches Schnauben aus und rollte mit den Augen.
„Ich soll nicht gruselig aussehen, sondern lustig“, antwortete er.
„Tja, was soll ich sagen, Mister, du bist einfach furchteinflößend“, meinte ich.
Er schüttelte den Kopf und seufzte.
„Gott, ich werde wie ein Idiot dastehen.“
„Aber du bist meinIdiot! Das ist doch auch etwas wert“, erwiderte ich und rieb seinen Arm.
Parker schlang seine Hand um meine Taille, sah mir mit seinem Hundeblick in die Augen und lächelte.
„Mehr als alles andere“, flüsterte er, und ich spürte eine Gänsehaut im Nacken, die auf den Rest meines Körpers überzugreifen drohte, wenn ich sie nicht zähmte.
„Ich liebe dich, Mr. Dorothy“, sagte ich.
Er schnitt eine Grimasse.
„Hey, heute Abend bin ich nicht Mr. Dorothy, Boba“, erklärte er. „Heute Abend bin ich Billy Butcherson, Hexe!“
Ich lachte laut auf, bevor ich ihn von mir stieß.
Ich hatte nicht erwartet, dass er auf einmal Hokus Pokus zitieren würde, aber ich fand es toll.
„Lass mich los, du madenhafte Missgeburt. Wir kommen noch zu spät!“, rief ich in meiner höchsten, krächzendsten Tonlage. „Komm schon. Zeig mir ein wenig von deinem Schwung. Wo ist mein Buuu-huuuch?“
Ich sah mich nach dem gefälschten, in Leder gebundenen Buch um, das eine exakte Nachbildung des Buches aus Hokus Pokus war, und fand es auf dem Küchentisch, aber bevor ich es erreichen konnte, zog mich Parker wieder in seine Arme und küsste mich.
„Troll“, meinte er, bevor er mich losließ.
„Weißt du was? Ich bereue es, dir den Film gezeigt zu haben. Er hat dich in ein Monster verwandelt“, verkündete ich, während ich das Buch, das eigentlich eine Handtasche war, aufhob, und wir zur Tür hinausgingen.
„Du hast mir den Film gezeigt? Glaubst du wirklich, ich habe ihn vorher nicht gekannt? Mach dich nicht lächerlich, Boba“, erklärte er.
„Hast du ihn schon mal geschaut, bevor wir ihn gemeinsam gesehen haben?“, fragte ich.
Ich hob mein großes grünes Kleid an und versuchte, die Treppe hinunterzugehen, ohne zu stolpern.
Parker schüttelte den Kopf und half mir, so gut er konnte, aber ich wusste, selbst wenn ich stürzte, würde er mich sofort auffangen. Er würde nicht zulassen, dass ich mir wehtat. Er würde niemals zulassen, dass ich mich verletzte.
Als wir unten an der Treppe ankamen, öffnete er die Haustür und folgte mir hinaus.
„Und wie oft hast du ihn dir seitdem angesehen?“
Wir gingen die Sackgasse hinunter und in Richtung Hauptstraße, während Parker sich am Kopf kratzte, nach unten schaute und meinem Blick mit zusammengekniffenen Lippen auswich, die das auf sein Gesicht geklebte Garn wirklich wie eingenäht aussehen ließen, genau wie das von Billy in dem Film.
„Ähfünzigoderso“, murmelte er.
„Wie bitte? Wie war das? Ich habe dich nicht verstanden.“
„Fünfzig. Na ja, zweiundfünfzig. Und jetzt halt die Klappe“, antwortete er. „Wir kommen noch zu spät.“
„Ja klar, zu spät“, lachte ich und hakte meinen Arm bei ihm ein, während wir den kurzen Weg zu Carsons Haus zurücklegten.
Er und sein Freund, mein Angestellter Enzo, veranstalteten eine extravagante Halloween-Party, über die man noch lange reden würde. Offenbar sollte das eine neue Tradition werden, daher hatten sie uns alle gezwungen, uns den Termin für immer in den Kalender einzutragen.
„Wow, die haben nicht gescherzt, als sie sagten, sie hätten sich voll ins Zeug gelegt“, meinte ich, als wir das große Haus erreichten, das von oben bis unten mit Spinnweben, Kürbissen, fliegenden Hexen, wahnsinnigen Zombies und schwebenden Geistern bedeckt war.
„Nein, haben sie nicht“, antwortete Parker, und reichte mir seine Hand.
Wir gingen auf die Veranda, während die Musik mit jedem Schritt lauter wurde, und dann hinein.
Kessel und gruselige Puppen versperrten den Zugang zum ersten Stock, in dem sich komischerweise alle Schlafzimmer befanden, und Schilder wiesen weiter nach oben. Natürlich folgten wir ihnen.
Die offene Etage war voller Menschen, die sich für Halloween verkleidet hatten, und nur die Hälfte von ihnen war zu erkennen.
Ein riesiges Skelett in einem schwarzen Gewand mit einer Krone kam auf uns zu, während Enzo in einem eleganten, fließenden, durchsichtigen Gewand gekleidet hinterher huschte, das jedem einen Vorgeschmack auf seinen durchtrainierten Körper bot. Er trug ebenfalls eine Krone.
„Willkommen“, sagte Enzo.
„In meinem Königreich“, fügte Carson hinter der skelettartigen Schminke hinzu.
„Wen stellt ihr denn dar?“, fragte Parker, unverblümt wie immer.
„Den König und zweiten König der Unterwelt natürlich“, antwortete Enzo mit einem gespenstischen Tonfall.
„Ihr könnt heute Abend gerne sündigen! Bwahahaha“, ergänzte Carson, nur um von Enzo mit dem Ellbogen angestoßen zu werden.
„Du bist keine böse Hexe. Du bist Hades. Benimm dich auch so“, forderte Enzo, und Parker und ich tauschten einen Blick aus, während wir kicherten.
„Blut und Knochen gibt es da drüben. Viel Spaß!“, sagte Enzo und deutete auf die Getränke- und Essensausgabe am Ende des Raumes.
„Nun, ich habe Hunger“, meinte ich. „Ich könnte ein Kind verschlingen! Shish-ka-baby!“
„Ach, halt die Klappe, du zähnefletschender, wischmoppreitender Glühwurm aus der Hölle“, erwiderte Parker und nahm mich bei der Hand.
Es sollte mich nicht überraschen, dass er den Film zitierte. Nach zweiundfünfzigmal war das zu erwarten, aber ich war dennoch verblüfft.
Wir blieben vor der Auslage stehen, als wir auf einen Gomez mit falschem Bart und eine langhaarige Morticia im Emo-Look trafen.
„Joey“, sagte Parker. „Santiago.“
„Mein Name ist Mortimer, du dreckiger Zombie“, antwortete Santiago.
Seine Lippen waren schwarz und seine Augen katzengelb. Er war also kreativ gewesen bei seiner Adaption von Morticia Addams, aber er sah trotzdem umwerfend aus.
„Caro mio, bist du unglücklich?“, fragte Joey/Gomez neben ihm, nahm Santiago/Mortimers Hand und küsste sie von den Fingern bis zu seiner Schulter.
„Sehr sogar, mon amour“, antwortete Santiago mit einem grimmigen Lächeln. „Lass uns Liebe machen!“
Santiago zwinkerte mir zu, als er wegging, und Joey bewunderte seinen Freund einen Moment lang, bevor er sich Parker zuwandte.
„Bist du bereit?“, fragte er, und klopfte ihm auf den Rücken.
Parker knurrte ihn an, und Joey biss sich auf die Lippe.
„Tut mir leid. Tut mir leid“, erklärte Joey eilig und folgte seinem Freund mit erhobenen Händen, als wäre er ertappt worden.
„Bereit wofür?“, fragte ich Parker.
Parker starrte auf Joeys Hinterkopf und schüttelte den Kopf.
„Bereit für die Party, schätze ich“, antwortete er halbherzig.
Ich glaubte ihm nicht wirklich, aber bei all dem Essen und den Getränken, die vor mir standen, und der Tanzfläche, die nach mir rief, hatte ich keine Zeit zum Grübeln.
Was auch immer es war, es konnte bis nach der Party warten.
Wir trafen viele alte und neue Freunde, und ich war überrascht, wie kreativ und detailliert alle ihre Kostüme gestaltet hatten. Wenn diese Leute so viel Aufmerksamkeit in ihre Halloween-Kostüme für Carsons und Enzos erste Party steckten, konnten wir uns alle auf das freuen, was im darauffolgenden Jahr folgen würde.
Als Monster Mash gespielt wurde, drehten alle Gäste durch, und wir fingen an zu tanzen.
So hart mein Parker in seinem Billy-Butcherson-Kostüm auch aussah, selbst er konnte der Stimmung im Raum nicht widerstehen - oder vielleicht lag es an mir und meinem Eifer, heute Abend Spaß zu haben und mit ihm zu tanzen. Er schaffte es sogar, ein oder zweimal zu lächeln, was den ganzen Abend in meinen Augen zu einem Erfolg machte.
Ich bemerkte Elliot in einem Skelett-Strampler neben Mad Doctor Wyatt, der am Rand stand und alle beobachtete. Asher und Maddox, die als Shaggy und Scooby verkleidet waren, tanzten neben uns. Daphne-Autumn war bei ihnen. Und so viele weitere Menschen, die im letzten Jahr Teil meines Lebens geworden waren. Viele von ihnen hatten ihre eigenen wunderbaren Menschen gefunden, mit denen sie das Leben teilen konnten.
„Warte, ist das Halmeoni?“, fragte ich, als ich eine ältere asiatische Frau mit roter Perücke und grüner Kleidung, die an Poison Ivy erinnerte, auf der Couch sitzen sah.
Als ob sie mich gehört hätte, winkte Halmeoni mir zu und lächelte.
„Was macht Halmeoni hier?“, fragte ich, als die Musik von Ghostbusters zu einer vertrauten Melodie wechselte, die sich nach so vielen Jahren und Hunderten von Wiederholungen in meiner DNA festgesetzt hatte.
Die Titelmelodie meiner Lieblingsserie, den Golden Girls, ertönte, und sofort leerte sich die Tanzfläche.
„Was ...“, begann ich, doch dann bemerkte ich, dass mein riesiger Parker auf die Knie gegangen war. „Was machst du da?“
Parker warf einen Blick auf die Gäste um uns herum und schürzte die Lippen.
„Ich versuche schon seit Ewigkeiten, den besten Weg zu finden, das zu tun, und, na ja, das hier fühlte sich richtig an.“
„Was tun?“, fragte ich, obwohl es mehr als deutlich war.
Vor allem, als er eine kleine Schachtel aus seiner Tasche holte und sie mir entgegenhielt.
Mist. Passiert das jetzt wirklich?
„Ich wollte das vor unserer ganzen Familie und unseren Freunden machen. Ich hoffe, es macht dir nichts aus ...“, erklärte er und öffnete die Schachtel.
In der Schachtel befand sich ein schwarzer Wolframring mit einer rosafarbenen Linie in der Mitte und einem kleinen rosafarbenen Stein an der Spitze.
„Himmel, Arsch und Zwirn!“, rief ich aus.
„Speziell für dich hergestellt“, sagte Parker.
„Er ist wunderschön“, erwiderte ich und nahm den Ring in die Hand.
„Halmeoni und Autumn haben mir bei der Auswahl geholfen“, erklärte Parker, als ich den Ring anzog.
Er passte natürlich perfekt.
Und in dem Moment, in dem ich ihn am Finger trug, fühlte es sich an, als hätte er mein ganzes Leben lang an meiner Hand gefehlt.
Ich wusste natürlich, dass wir über Heirat und Familie und all das sprachen, seit wir zusammen waren, und ich wusste, dass es irgendwann passieren würde, aber ich hätte nie erwartet, dass es so schnell gehen würde. Und doch wollte ich den Moment für nichts in der Welt ändern.
Außerdem hatte sich unsere gesamte Beziehung innerhalb weniger Wochen entwickelt. Warum sollten wir uns nicht ein Jahr, nachdem wir uns kennengelernt hatten, verloben?
„Gefällt er dir wirklich?“, fragte er mich, und ich legte meine Hände um seinen Hals und zog ihn zu einem Kuss zu mir.
„Ich liebe ihn“, antwortete ich.
Jemand hustete, und kurz bevor sich unsere Lippen berührten, drehte ich mich um und sah Autumn an.
„Du hast ihn bis jetzt nicht gefragt, du großer Trottel“, ermahnte sie Parker.
„Oh“, sagte Parker und trat einen Schritt zurück. „Scheiße. Ich habe es vermasselt, oder?“
„Nur ein bisschen“, antwortete Joey von hinten.
Parker rollte mit den Augen. Vor einem Jahr hätte diese Geste nur eines bedeutet: Dass er Joey abgrundtief hasste und wünschte, er würde die Klappe halten.
Aber jetzt, ein Jahr später, bedeutete sie etwas ganz anderes. Es bedeutete Halt die Klappe, bester Freund. Nicht, dass einer von ihnen das jemals zugeben würde.
„Klar. Ich glaube, ich muss dich etwas fragen“, meinte Parker und kratzte sich am Kopf. Dann nahm er meine Hand in seine beiden und legte sie an seine Brust. „Hwan, Boba, mein Sonnenschein, willst du ... ähm, willst du mich heiraten?“
Mein Herz pochte laut zwischen meinen Rippen, als wolle es entkommen, und meine Zehen kräuselten sich.
Das war unwirklich. Irgendwie komplett surreal, weil keiner von uns wie sein normales Ich aussah. Aber ich schätzte, es war eine gute Geschichte, die man später seinen Kindern erzählen konnte.
„Na ja“, erwiderte ich. „Ich trage doch schon den Ring, oder?“
Bevor ich mich auf der Tanzfläche umsehen und über die Situationskomik lachen konnte, wurden meine Lippen von seinen umschlossen
Die Lippen meines Parkers.
Meines Mr. Dorothy.
Meines Verlobten.
„Ich liebe dich, Boba“, flüsterte er, als er mich losließ.
„Ich liebe dich mehr, mein Madenmuseum“, flüsterte ich zurück.